Substitution

Substitution ist die medikamentöse Behandlung Drogenabhängiger mit Opiatersatzstoffen.

Zur Substitutionsbehandlung sind verschiedene Medikamente bzw. Substanzen zugelassen. Am häufigsten angewendet werden in Deutschland Methadon/ Polamidon® und Bupre-norphin/ Subutex®; relativ neu auf dem Markt ist das Kombinationspräparat Subuxone®.

Die Behandlung erfolgt i.d.R. durch niedergelassene Ärzte.

Die DHS (Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen) benennt u.a. die folgenden Ziele:

  • Sicherung des Überlebens,
  • Verhinderung körperlicher Folgeschäden,
  • Verbesserung und Stabilisierung des Gesundheitsstatus,
  • soziale Sicherung der Betroffenen durch Maßnahmen zum Erhalt der Wohnung, der Arbeit und privater Unterstützungsstrukturen,
  • Verhinderung bzw. Milderung sozialer Desintegration, Ausgrenzung und Diskriminierung

  • Spezifische Ziele der Substitutionsbehandlung im Einklang mit den Empfehlungen
    der WHO sind darüber hinaus:
  • Ausstieg aus oder Reduzierung des intravenösen Opioidkonsums und damit
    einhergehend die Reduzierung gesundheitlicher Probleme
  •  die Reduzierung psychischer Probleme
  •  die Reduzierung von Überdosierungen
  •  die Reduzierung von Kriminalität und Beschaffungsprostitution
  •  Besondere Wertschätzung in der psychosozialen Betreuung erfährt das Ziel
    der Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft und die berufliche (Wieder)-
    Eingliederung.

(DHS, Positionspapier „Psychosoziale Begleitung Substituierter, 2010)

Psychosoziale Begleitung bei Substitution

Das Angebot richtet sich an drogenabhängige Menschen, die an einem ärztlich verordneten Substitutionsprogramm in Bremen teilnehmen.
Psychosoziale Begleitung erfolgt nach den von der Bremer Drogenhilfe erarbeiteten Standards durch einen Berater / eine Beraterin der Drogenhilfezentren.

Art und Umfang der Psychosozialen Begleitung richten sich nach Ihrer individuellen Situation und Ihrem spezifischen Bedürfnissen:
• Einzelgespräche sowie Gruppenangebot
• Vermittlung in weiterführende Angebote wie z. B. Betreutes Wohnen oder Rehabilitationsmaßnahen
• Kooperation und fachlichen Austausch mit den substituierenden Ärzten und Ärztinnen
• Hilfestellung in den Bereichen Arbeit, Beschäftigung und berufliche Orientierung

Wir unterstützen Sie bei:
• der Auseinandersetzung mit dem eigenen Konsumverhalten
• Reduzierung von Beikonsum
• Bewältigung von Alltagsproblemen und Krisensituationen
• Umsetzung neuer Lebensperspektiven
• Regelung von Behörden- und Justizangelegenheiten
• Freizeitgestaltung
• ambulanten Abdosierung

Ablauf:
• Ihr Substitutionsarzt/ ihre Substitutionsärztin stellt Ihnen eine Überweisung („gelben Schein“) zur Drogenberatung aus.
• Sie nehmen telefonisch oder persönlich Kontakt zum Drogenhilfezentrum auf und vereinbaren einen Termin für ein Beratungsgespräch.
• In Ihrem Beratungsgespräch ermitteln wir gemeinsam mögliche Hilfebedarfe und Unterstützungsmöglichkeiten.
• Ergeben sich Hilfebedarfe, planen Sie mit uns gemeinsam das weitere Vorgehen und vereinbaren einen neuen Termin.
• Die Ergebnisse der Hilfebedarfsermittlung werden Ihrem Arzt/ihrer Ärztin nach Schweigepflichtentbindung zur Verfügung gestellt.

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Kontakt

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