Nachsorge

Nachsorge kommt grundsätzlich im Anschluss an eine stationäre und ganztägig ambulante medizinische Rehabilitation in Betracht.
Die Nachsorgebehandlung unterstützt die Erprobung, Sicherung und Festigung der in der stationären oder ganztägig ambulanten Rehabilitation erworbenen Verhaltensweisen und Einstellungen sowie die angemessene Bewältigung von Krisen durch erlernte Kompetenzen. Die Nachsorge unterstützt somit beim Transfer des Erlernten in den Alltag und bei der Sicherung des Rehabilitationserfolges.

Nachsorgemassnahmen

Die ASHB bietet Suchtnachsorge und Psychosomatische Nachsorge (IRENA) an. Dabei arbeiten wir im Gruppensetting berufsbegleitend in den Abendstunden. Dabei kann die Erfahrung gegenseitiger Unterstützung in der Gruppe gemacht werden. Die Nachsorgemaßnahme wird in der Regel von der vorbehandelnden Rehabilitationseinrichtung beantragt.

Suchtnachsorge

 

Ziel der Nachsorge ist die dauerhafte Erhaltung und Festigung der Abstinenz. Dies wird insbesondere durch Unterstützung in Krisenfällen, Verhinderung von Rückfällen sowie durch die Erhaltung der Abstinenzmotivation und ggf. der Erwerbsfähigkeit erreicht.
In den Gruppensitzungen stehen die individuellen Bedürfnisse und Wünsche der Teilnehmenden im Vordergrund. Insbesondere werden folgende Themen bearbeitet:
• Erhaltung und Stabilisierung der Abstinenz
• angemessene Konfliktlösungsstrategien bei drohenden oder aktiven Krisen
• Erprobung von Techniken zur Stressbewältigung
• Finden einer Selbsthilfegruppe
• Entwicklung einer zufriedenstellenden Freizeitgestaltung
• Aufbau oder Stabilisierung eines suchtmittelfreien Freundes- und Bekanntenkreises
• Unterstützung bei der Inanspruchnahme von Maßnahmen schulischer und beruflicher (Wieder)-Eingliederung
• Inanspruchnahme medizinischer und psychotherapeutischer Hilfen sowie
• Nutzung anderer Hilfen wie Erziehungsberatung, Eheberatung, Schuldnerberatung, Gemeinsame Servicestellen für Rehabilitation, Betreutes Wohnen, Bewährungshilfe usw.

Die ASHB führt innerhalb der Nachsorge das Programm Achtsamkeitsbasierte Rückfallprävention nach Bowen et al (2010) durch. Es verbindet Elemente der Achtsamkeitsbasierten Therapie mit Elementen der Kognitiven Rückfallprävention Zusätzlich zu den oben genannten Themen wird die Implementierung von Achtsamkeit in den Alltag geübt, um eine höhere Wachheit und Bewusstheit in der Bewältigung der anstehenden Aufgaben zu erreichen.

Die Nachsorgegruppe findet wöchentlich zu einem festgelegten Termin statt. Zu Beginn findet ein Einzelgespräch zum Kennenlernen und Abstimmen der persönlichen Nachsorgeziele statt. Paar- und Familiengespräche sind im festgelegten Rahmen Bestandteil der Nachsorge.

Bei der Nachsorgegruppe handelt es sich um eine offene Gruppe, um den nahtlosen Übergang in die Nachsorge zu gewährleisten. Die Gruppengröße besteht aus maximal 12 Gruppenmitgliedern mit einer Suchtmittel- oder Glückspielabhängigkeit.

Gegenwärtig wird folgende Suchtnachsorge-Gruppe donnerstags von 17.00 bis 18.30 Uhr im Sporlederhaus angeboten:

 

Psychosomatische Nachsorge IRENA

 

Psychosomatisch erkrankte Patienten können im Anschluss an eine stationäre Rehabilitation bei der ASHB die zuvor erlernten Kenntnisse und Fertigkeiten im ambulanten Gruppensetting vertiefen. Sie wird von zwei Psychologischen Psychotherapeut_nnen, Frau Carneiro Alves und Herrn Klas, angeboten. Die psychosomatische Nachsorge umfasst 25 regelmäßige wöchentliche Gruppensitzungen über einen Zeitraum von ca. 6 Monaten, die berufsbegleitend in den Abendstunden stattfinden. Die Kosten werden von allen Rentenversicherungsträgern übernommen. Voraussetzung ist, dass die Nachsorge von dem Arzt der vorbehandelnden Rehabilitations-Klinik verordnet wurde. Folgende Inhalte stehen u. a. im Vordergrund der Gruppensitzungen:
• Vertiefung des Wissens über psychosomatische Erkrankungen
• Erprobung von Techniken zur Stressbewältigung
• Förderung der Fähigkeit zur kritischen Selbstreflexion
• Stärkung des Selbstsicherheits- und Selbstwerterlebens
• Unterstützung bei der Bearbeitung von Partnerschaftsproblemen und sozialen Konflikten
• Unterstützung bei Arbeitsplatzproblemen
• Unterstützung bei der Suche nach einem Psychotherapieplatz
Vor Beginn der ambulanten Nachsorge besprechen wir in einem Einzelgespräch die persönlichen Nachsorgeziele.

Gegenwärtig wird folgende IRENA-Gruppe  donnerstags von 19.00 bis 20.30 Uhr im Sporlederhaus angeboten: 

 

Kontakt

DHZ Mitte - Sporlederhaus

Bürgermeister-Smidt-Straße 35, 28195 Bremen Telefon: 0421 / 98979-0  Fax 0421 / 98979-30

DHZ Nord

Bermpohlstraße 23a, 28757 Bremen Telefon: 0421 / 98979-70  Fax 0421 / 98979-79 info@ash-bremen.de